«Mensch, welche neuen Vorsätze hast du dir für das 2018 genommen?» will der Hund von mir wissen. «Ach Hund, keine!» antworte ich kurz und knapp. «Wie bitte?» entsetzt sich der Hund. «Ja, ich habe keine neuen Vorsätze für das neue Jahr, denn ich habe noch die Alten gefunden!» entgegne ich dem Hund. «Ach ja, dann hast du ja eine Menge zu tun im neuen Jahr!» frotzelt der Hund. «Und wie sieht es denn bei meinem treuen Vierbeiner aus?» stichle ich den Hund an. «Ach mein lieber Mensch, hatte aus beruflichen Gründen einfach noch keine Zeit mir darüber Gedanken zu machen!» kontert der Hund.
Mich überkommt sogleich ein Lachanfall. Nach einer Weile und mit Tränen in den Augen sage ich zum Hund. «Aber natürlich, mein armer, armer Vierbeiner ist beruflich in den vergangenen zwei Wochen so arg überlastet gewesen, dass er nun wirklich keine Zeit hatte, über solche Dinge nach zu denken!» «Gut erkannt Mensch! Schön, dass du es einsiehst» entgegnet der Hund zufrieden. «Ach mein treuer Vierbeiner hör doch auf! Gib es doch einfach zu, du hast dir keine Vorsätze für das 2018 gemacht! Nicht einmal die Alten!» stichle ich weiter in die Richtung des Hundes mit einem Schmunzeln.
«Naja, unsereins braucht keinen Jahreswechsel um sich gewisse Dinge vornehmen zu müssen!» kontert der Hund blitzschnell. «Ach so! Du hast es in diesem Falle aber nicht geschafft!» hacke ich nach. «Was habe ich nicht geschafft?!?» fährt mir der Hund ins Wort. «Die Anpassungen unter dem Jahr in die Tat umzusetzen!» beantworte ich seine Frage. «Wie kommt Mensch auf diese absurde Aussage?» will der Hund von mir wissen. «Dein Umfeld hat in diesem Falle nichts mitbekommen!» rufe ich dem Hund zu während ich mir einen Kaffee genehmige.
«Naja, du bist nun nicht gerade bekannt dafür feinfühlig zu sein! Daher wundert’s mich nicht, dass du es nicht bemerkt hast!» versucht Hund mich auf zu ziehen. «Naja Hund, dann bin ich ja mal gespannt, ob ich es in unserem zweiten Jahr bemerken werde!» entgegne ich dem Hund. «Zweites Jahr?» fährt mir der Hund ins Wort. «Jaja, mein Vierbeiner, vor einem Jahr bis zu Knall auf Fall nicht nur in mein Leben getreten, sondern auch gleich mit Sack und Pack bei mir eingezogen!» knirsche ich den Hund an. «Ach du meine Güte! Nun weiss ich endlich was Mutti meinte als Sie uns Jungen sagte, ein Menschenjahr sind wie sieben Hundejahre!» seufzt der Hund, dreht sich ab, tappt zu seiner Oase und öffnet eine frische Schachtel Kirschstängeli.
«Ja klar Hund, du bist so ein armer, armer Kerl!! Wobei wenn ich meinen Mitmenschen glauben darf, soll ich ja im letzten Jahr stark ergraut sein!» kneife ich den Hund an. «Hast du es selber gesehen?» knirscht der Hund ab der Oase zurück. «Haha Hund, sehr witzig!» zische ich meinerseits zurück. «Man soll den Menschen nicht alles glauben!» höre ich den Hund murmeln. «Und den sprechenden Hunden noch weniger!» ergänze ich. «Achtung Mensch vor dir! Der Staubsauger!» ruft mir der Hund energisch entgegen, als ich in seine Richtung gehen will. Ich bleibe abrupt stehen.
«Ach Mensch, warum bleibst du dann nun stehen, wenn man sprechenden Hunden nicht trauen kann?» zieht mich der Hund auf. «Weil ich vorhin die Kirschstängeli Krümel vor deiner Oase wegsaugen musste, und nun nicht mehr sicher war, ob ich vor lauter Gelabber mit dir den Sauger weggeräumt habe oder nicht!» sage ich zum Hund. «Dann hätte ich dir gleich noch zwei Vorsätze! Erstens, Vertraue deinem Vierbeiner, denn er meint es nur gut mit dir. Zweitens, verräume stets die Dinge die du nicht mehr brauchst, sonst können diese Dinge Schmerzen bereiten, wenn der Hund mal nicht zur Verfügung steht! Und drittens, lass uns mal wieder nach draussen gehen, sonst könnte es noch mehr zu putzen geben!»